Weg mit der Windel – sauber werden

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Sauber werden – 4frame group, fotolia

Wann heisst es bei dem Nachwuchs „Weg mit der Windel – sauber werden!“? Wann Kinder sauber werden, ist ganz unterschiedlich. Manche gehen bereits mit 18 Monaten aufs Töpfchen oder zur Toilette, während andere Kinder mit 2 Jahren noch keinerlei Interesse daran haben, auf die Windel zu verzichten.
Damit euer Nachwuchs überhaupt sauber werden kann, müssen die Nervenbahnen zwischen Blase, Darm und Gehirn so ausgereift sein, dass das Kind überhaupt wahrnimmt, dass „es muss“. Das Kind muss die entsprechenden Körpersignale deuten, ebenso wie das Kontrollieren des Schliessmuskels – anfangs tagsüber, später auch nachts.

Sauber werden – ohne Druck

Spätestens, wenn der Nachwuchs etwa 2 Jahre alt ist, kommen zwangsläufig von Bekannten und Freunden die Fragen: „Und, ist sie schon sauber?“ oder „Und, geht der Kleine schon auf die Toilette?“
Und je mehr sich die Fragen häufen, umso stärker setzen sich die Eltern häufig unter Druck. Und geben diesen Druck zwangsläufig – und manchmal auch vollkommen unbewusst – an das Kind weiter. Doch Druck und ständiges Drängen sind beim „Sauber werden“ kontraproduktiv. Der Zwang, aufs Töpfchen oder auf Toilette zu gehen, kann sogar dazu führen, dass sich der Prozess des „Sauber werdens“ verzögert. Der Stress beim Nachwuchs kann dazu führen, dass die Blase und der Darm auf den Stress reagieren, und somit zur Verrichtung „des Geschäfts“ einfach die Ruhe und Entspannung fehlt.
Eltern sollten sich einfach gedulden und das Kind das Tempo und den Zeitpunkt des Sauber werdens, bestimmen lassen. Es ist auf jeden Fall hilfreich, das Kind zu beobachten, gewisse Signale zu deuten und im geeigneten Moment das Töpfchen anzubieten oder dem Kind auf die Toilette helfen.

Sauber werden – kleinere Unfälle sind halb so schlimm

Dass es zu Beginn des Sauber „werdens“ immer wieder mal zu kleineren Unfällen kommen kann, ist vollkommen normal. Vor allem spürt das Kind in den Anfängen erst recht spät, dass es Druck in der Blase oder im Darm hat. Das Kind merkt entweder zu spät, dass es zur Toilette muss oder die Infrastruktur, um sich schnell auf Toilette setzen zu können, war fehlerhaft. So hat beispielsweise der kleine Hocker vor der Toilette gefehlt und musste erst geholt und aufgestellt werden – und da war es schon passiert. Auch die Kleidung ist in der Anfangszeit des sauber werdens entscheidend – müssen zuerst Knopf und Reissverschluss der Hose mühsam aufgemacht werden, kann es ebenfalls zu spät sein. Kinder, die im Sommer sauber werden, haben da ihre gewissen Vorteile. Badehose oder kurze Hose, Röckchen – alles Kleidungsstücke, derer man sich schnell entledigt hat. Und wenn mal was daneben geht oder man zu spät war, macht nichts.
Wenn es nicht geklappt hat, ist ganz wichtig, dass Eltern das Kind loben, schimpfen ist vollkommen kontraproduktiv! Und wenn es in die Hose ging, tröstet euer Kind, nehmt es in dem Arm. Kinder können dieses Malheur als eine schlimme Niederlage ansehen, was zur Folge haben kann, dass sie wieder ihr Geschäft in die Windel verrichten.

Das Sauber werden kann teilweise ein ganz schön langer Prozess sein. Akzeptiert es und gebt eurem Kind die Zeit, die es fürs Sauber werden braucht. Und wenn andere Eltern mal wieder fragen, ob euer Kind sauber ist, sagt einfach „Nein“ und fertig. Ihr braucht euch diesem Druck nicht auszusetzen und euer Kind erst recht nicht. Und irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem euer Kind selbstständig zur Toilette geht und keine Windel mehr braucht.

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