Nebenjobs für Kinder – so können sie sich etwas Taschengeld verdienen

Mit Nebenjobs für Kinder können sich die jungen Menschen den einen oder anderen Franken zum Taschengeld dazu verdienen. Denn auch die Jugendlichen haben so ihre ganz eigenen Vorstellungen von Konsumgütern und gönnen sich hin und wieder auch gerne etwas. Und dass Mama und Papa, Oma und Opa diese zusätzlichen Wünsche finanzieren, ist nicht Sinn und Zweck der Sache. Aus dem Grund raten manche Eltern ihren Kindern, sich mit einem Nebenjob etwas Geld zu verdienen, ums ich so den Sonderwunsch zu ermöglichen. Auch wenn die Kinder ihrem Alter entsprechend Taschengeld bekommen, dies reicht häufig nicht aus, um die Wünsche zu erfüllen.

Hier verweisen wir auf unseren Beitrag des „Taschengeldparagraphen“, in dem wir euch erläutern, was dieser Paragraph regelt und was sich Kinder unter 18 Jahren kaufen dürfen und was nicht erlaubt ist.

Was hat es mit dem „Taschengeldparagraph“ auf sich?

Nebenjobs für Kinder – welche Möglichkeiten gibt es?

Je nach Alter haben die Kids verschiedene Möglichkeiten, sich mit einem Nebenjob Geld zu verdienen. In der Schweiz gibt es keinen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn. Allerdings müssen sich die Arbeitgeber an die Normal- und Gesamtarbeitsverträge halten und die orts- und branchenüblichen Löhne zahlen.

Der SGB empfiehlt für Jugendliche, die ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen haben, 15 Euro die Stunde. 20 Franken je Stunde sollten nicht speziell qualifizierte Ferienjobberinnen und -jobber erhalten.

Kinder unter 13 Jahren dürfen noch nicht arbeiten. Lediglich kleinere Hilfsarbeiten wie Rasenmähen beim Nachbarn dürfen von den Kindern zum Aufbessern des Taschengelds getätigt werden.

Im Alter von 13 bis 14 Jahren können Kinder mit Einwilligung der Eltern ganz offiziell Geld hinzu verdienen. Sie dürfen allerdings nur leichte Arbeiten ausführen, die aus geistiger und körperlicher Sicht nicht gesundheitsgefährdend sind. Kinder in dem Alter dürfen täglich maximal 2 Stunden arbeiten. Zu den Nebenjobs gehören beispielsweise das Babysitten, Zeitungen oder Flyer austragen oder kleinere, einfache Arbeiten im Supermarkt.

14- bis 18-jährige dürfen bereits 8 Stunden täglich arbeiten. Sind die Kinder 15 Jahre, dann dürfen sie auch maximal 4 Wochen am Stück 40 Stunden in der Woche arbeiten – allerdings nur einmal pro Jahr. Die festgelegte Uhrzeit liegt zwischen 6 und 20 Uhr, in der die Tätigkeiten verrichtet werden dürfen. Die Ausnahme: Arbeiten in der Gastronomie. Diese dürfen bis 22 Uhr dauern, wobei die Kinder nicht direkt mit den Gästen in Berührung kommen dürfen, sondern in der Küche oder im Ausschank aushelfen dürfen. Arbeitgeber müssen beachten, dass die Arbeiten, die die Jugendlichen verrichten, nicht zu schwer sind und auch nicht bei starkem Lärm oder extremer Nässe oder Kälte durchgeführt werden.

Die Vor- und Nachteile des Nebenjobs für Kinder

Manche Eltern stellen sich die Frage, ob ein Nebenjob für das eigene Kind wirklich sinnvoll und gut ist, oder ob man dem Kind davon abraten soll. Um euch und euren Kindern diese Entscheidung zu erleichtern, stellen wir im Folgenden die Vor- und Nachteile der Nebenjobs für Kinder nochmals gegenüber.

Davon profitieren Kinder bei einem Nebenjob:

• Kinder müssen sich an Regeln halten
Der Nebenjob bringt gewisse Regeln mit sich, an die die Kinder sich halten müssen – wenn sie ihren Job länger ausführen möchten. Kinder müssen pünktlich bei ihrem Arbeitgeber erscheinen und sich auch an getroffene Absprachen halten.
• Die finanzielle Unabhängigkeit beziehungsweise die Möglichkeit, sich dann und wann etwas zu gönnen und nicht mühsam das Taschengeld dafür zu sparen, hat was. Manche Kinder denken sogar an ihre Zukunft und sparen das Geld ihres Nebenjobs für den Führerschein oder ein Studium, um die Eltern etwas zu entlasten.
• Der bewusste Umgang mit Geld ist ebenfalls ein Vorteil des Nebenjobs für Kinder. Sie merken, dass man unter Umständen mehrere Monate für einen Wunsch arbeiten muss, bevor dieser in die Tat umgesetzt werden kann. Und häufig wägen die Kinder erstmals ab, ob sie das wirklich benötigen oder das Geld vielleicht doch lieber für etwas anderes ansparen. Würden die Eltern die Sache bezahlen, wäre diese Überlegung eher nicht in den Fokus gerückt.
• Kinder lernen sich zu organisieren
Müssen nach der Schule erst einmal die Hausaufgaben gemacht und gelernt werden, um dann zum Nebenjob zu gehen, lernen Kinder ganz schnell ein gutes Zeitmanagement.
• Durch die Arbeit und die Unabhängigkeit von den Eltern lernen die Jugendlichen eine gewisse Selbstständigkeit, sich selbst zu organisieren und nicht ständig die Eltern zu fragen oder in der Hinterhand zu wissen.

Nebenjobs für Kinder können aber auch ihre Nachteile mit sich bringen.

• Auch wenn es sich teilweise nur um einen Job mit täglich 2 Stunden Arbeitszeit handelt. Diese Zeit fehlt aber bei der Freizeitgestaltung, um sich beispielsweise mit Freunden zu treffen.
• Ein Mehr an Taschengeld kann zur Folge haben, dass die Kinder mehr kaufen als sie eigentlich möchten oder sollten. Statt das Geld zu sparen, geben sie es für Dinge aus, die sie eigentlich gar nicht bräuchten. Aber so fühlen sie sich vielleicht gegenüber den Freunden cooler.
• Manche Kinder kommen mit der Belastung mit Schule und Nebenjob nicht klar. Im schlimmsten Fall könnten die Schulnoten unter dem Job leiden, weil die Zeit zum Lernen fehlt. Sollte dies der Fall sein, sollten Eltern die Reissleine ziehen oder mit dem Kind die verbleibende Zeit zwischen Schule und Job sinnvoll mit Lernen nutzen.

Ein Nebenjob kann also zwangsläufig bedeuten, dass sich Eltern und Kinder überlegen müssen, diesen Schritt zu gehen. Geld ist gut und schön, aber sobald die Schule oder das Kind im Allgemeinen darunter leiden, sollte der Nebenjob reduziert werden. Aber die Erfahrungen mit einem Nebenjob neben der Schule bringt so manche Erfahrung, die dem Kind niemand nehmen kann.

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